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Zuchtleiter befürworten Änderung der Rassebeschreibungen für Ostfriesische Milchschafe
2008-05-16 16:37:26
Auf ihrer Sitzung am 15. Mai 2008 in Tönning (Schleswig-Holstein) haben die Zuchtleiter der deutschen Schafzuchtverbände entschieden, den VDL-Rasseausschuss für Milchschafe dabei zu unterstützen, der Mitgliederversammlung der VDL am 5. Juni 2008 zu empfehlen, die derzeit drei Rassebeschreibungen für die verschiedenen Zuchtrichtungen des ostfriesischen Milchschafes (weiß, schwarzbraun,gescheckt) zu einer Rassebeschreibung zusammenzufassen.

Die drei bisherigen Rassebeschreibungen, die sich lediglich in den Angaben zur Farbe der Wolle unterschieden, hatten die Konsequenz, dass die drei Zuchtrichtungen wie eigenständige Rassen behandelt werden mußten, obwohl auch die schwarzbraunen und gescheckten Milchschafe aus dem weißen Milchschaf hervorgegangen sind. Eine Anpaarung eines Bockes der einen Zuchtrichtung mit einem Mutterschaf einer anderen Zuchtrichtung war damit formal eine Kreuzung. Daraus ergaben sich rechtliche Probleme, da die Züchtervereinigungen nach europäischem Recht keine Zuchtpapiere für männnliche Kreuzungstiere ausstellen dürfen.

In der neuen Rassebeschreibung für das Ostfriesische Milchschaf wurde nun festgelegt, dass das ostfriesische Milchschaf in 3 Farbschlägen vorkommt, die mit einem W für weiß, S für schwarzbraun und G für gescheckt in der Zuchtbescheinigung zu kennzeichnen ist. Paarungen der verschiedenen Farbschläge untereinander sind damit grundsätzlich erlaubt und bleiben der Entscheidung jedes einzelnen Züchters überlassen. Um den Züchtern der einzelnen Farbschläge Sicherheit zu geben, dass sie keine unliebsamen Überraschungen erleben, sollen die Farbangaben in den Zuchtbescheinigungen auf möglichst viele Generationen ausgedehnt bzw. mit der bundesweiten Einführung des neuen Herdbuch-Systems "Ovicap" eine Kennzahl berechnet werden, die den Genanteil der einzelnen Farbschläge ausweist.

Die Zuchtleiter sprachen sich weiterhin dafür aus, dieses System auch auf andere Rassen wie z.B. die Bergschafe oder die Ouessantschafe auszudehnen, um dem wachsenden Bedarf der Züchter nach der gezielten Selektion spezieller Farbschläge innerhalb der Rassen entgegenzukommen, ohne die Vorschriften des europäischen Tierzuchtrechts zu verletzen.
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