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Züchter aus NRW erfolgreich bei der Bundesschau für Jakobschafe im Saarland
2014-10-30 15:57:28
Am 4. Oktober waren die Deutschen Jakobschafzüchter und Mitglieder der Interessengemeinschaft Gast des Landesverbandes der Schaf- und Ziegenhalter Saarland e.V. Die Idee des Landesvorsitzenden Manfred Brill und des Zuchtleiters Anton Schmitt war, die Landesschau mit einer Bundesschau der Jakobschafe zu verbinden. Insgesamt neun Züchter mit insgesamt 50 Tieren folgten dem Aufruf nach Landsweiler-Rede.

Von Juni 1846 bis Dezember 1995 gehörte Landsweiler/Reden zu einer der bedeutendsten Kohlegruben des Saarbergbaus und galt als Hauptgrube im östlichen Saarrevier. Seit 2008 wird die ehemalige Grube zunehmend als Kulturort genutzt.

Für die Schafschau bot das Gelände der im Jahr 1995 stillgelegten Kohlegrube hervorragende Bedingungen. Dazu konnten die Veranstalter eine alte restaurierte Werkshalle nutzen und somit für die Unterbringung der Tiere, die Durchführung der Wettbewerbe und für die Zuschauer optimale Voraussetzungen schaffen. Damit gelang den Saarländern die Symbiose zwischen einem traditionellen Industriestandort und der Landwirtschaft in Form der Schafhaltung.

Zum Auftakt der Veranstaltung wandte sich der Staatssekretär des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, Roland Krämer, mit einem Grußwort an das Publikum. Jürgen Lückhoff überbrachte als stellvertretender Vorsitzender der VDL und als Sprecher der Interessengemeinschaft der Jakobschafzüchter die Grüße des VDL-Vorsitzenden Peter Reuter und des Vorsitzenden des Fachausschusses Landschafe Andreas Humpert. Er verwies in seinem Grußwort auf die Rolle der Schafhaltung zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft, insbesondere aber auch auf die Förderung der Tierzucht durch die Länder, damit weiterhin Tierschutz, Tiergesundheit und der Erhalt der genetischen Vielfalt gewährleistet bleiben.

Die Wettbewerbe wurden für Einzeltiere männlich und weiblich und verschiedene Sammlungen ausgetragen. In der Kategorie Böcke wurde in drei Klassen gerichtet. Die ältesten Böcke Jahrgang 2006 und die Jüngste Jahrgang 2013. Augenmerk wurde entsprechend dem Rassestandard besonders auf die Wollqualität, die Farbverteilung im Vlies, die Hornausbildung und das Exterieur gelegt.

Nur äußerst knapp konnte der Jakobschafbock Ove, Sieger der Bundesschau Landschafe von der Grünen Woche 2014, in der stärksten Kategorie II seinen Titel vor dem Zuchtbock Dancer von Thomas Haffner aus Essen wiederholen.

Bundessieger unter den Mutterschafen wurde überraschend ein Tier aus Nordrhein-Westfalen. Hier hatte Züchter Thomas Haffner mit Carlotta in der größten Konkurrenz die Nase vorn. Zusammenfassend zeigte sich bei den Mutterschafen eine Vielfalt in der Wollqualität auf, aber bereits die Nachwuchssammlungen deuten an, dass der Weg in Richtung einheitlicher und feinerer Wolle beschritten wird.

Insgesamt waren die drei Züchter aus Nordrhein-Westfalen sehr zufrieden. So konnte Thomas Haffner mit seiner kleinen Zucht einen Bundessieger stellen und eine 1 C Bewertung in der Kategorie Mutterschafe mit seinem zweiten Tier erringen. Bei den Böcken in der hart umkämpften Gruppe II musste sich Dancer aus Niederländischer Abstammung nur knapp dem Siegerbock aus Niedersachsen geschlagen geben.

Dass NRW auf dem richtigen Weg ist, zeigt auch die 1c Bewertung der Gesamtkollektion sowie die 1b Bewertung der Nachzuchtsammlung (Lämmer männlich). Das tolle Ergebnis rundeten ein 1b Platzierung von Ute Sprocks (Voerde) bei den Mutterschafen sowie die 1a Bewertung von Ina Schuster (Schöppingen) bei der Nachzuchtsammlung (weibliche Lämmer) ab.

Thomas Haffner, NRW

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