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Schmallenberg-Virus: Keine Hilfe vom Land NRW und der Tierseuchenkasse
2012-03-08 10:40:04
Die Aussage der Verantwortlichen aus dem zuständigen Landesministerium und der Tierseuchenkasse war bei der gemeinsamen Informationsveranstaltung des Schafzuchtverbandes NRW und der Landwirtschaftskammer zur neuen Tierseuche am 29. Februar in Haus Düsse eindeutig: Betroffene Schafhalter können nicht mit einer Entschädigung oder Beihilfe rechnen.

Diese für die 150 anwesenden Schafhalter enttäuschende Feststellung wurde vor allem formal begründet. Da die vom Schmallenbergvirus verursachte Krankheit von der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE (noch) nicht als Tierseuche anerkannt ist, betrachtet die EU jegliche Zahlung an betroffene Tierhalter als unzulässige Subvention, was zu Strafverfahren gegen das betreffende Land führen würde.

Da dies den betroffenen Schafhaltern nicht zu vermitteln ist und zu erheblichem Unmut bei der Informationsveranstaltung in Haus Düsse führte, hat sich der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes NRW noch einmal mit einem Brief an Minister Remmel gewandt und konkrete Vorschläge zur Beseitigung dieses inakzeptablen Zustandes gemacht. Dieser Brief wurde in Kopie an alle Mitglieder des zuständigen Landtagsausschusses mit der Bitte um Unterstützung geschickt.

Dies hat dazu geführt, dass die Problematik im Rahmen eines Dringlichkeits-Tagesordnungspunktes in der Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch, dem 08. März 2012, behandelt worden ist. Nach Auskunft des Sprechers der CDU-Fraktion im Umweltausschuss, dem früheren stellv. Vorsitzenden des Rheinischen Schafzuchtverbandes Rainer Deppe, habe Minister Remmel lediglich ausweichend geantwortet und auf ein Forschungsprogramm für die Zukunft verwiesen. Nach diesen Einlassungen sei nicht zu erwarten, dass er das von den Schäfern zu Recht erwartete und von der CDU-Fraktion nachdrücklich erbetene größere Engagement zu Gunsten der betroffenen Schafhalter an den Tag legen werde.

Die Presseinformation von Rainer Deppe kann hier eingesehen werden:

CDU-Pressemitteilung Schmallenber-Virus



Mitglieder des Schafzuchtverbandes können darüber hinaus das Schreiben an Minister Remmel im internen Bereich der Homepage unter "Downloads" herunterladen.
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