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Bestandsregister Teil C erst ab 2010 erforderlich!
2007-12-10 17:22:38
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit, dass der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU dem von der Portugiesischen Präsidentschaft vorgelegten Kompromissvorschlag mehrheitlich zugestimmt hat, das Datum der obligatorischen elektronischen Kennzeichnung auf den 31.12.2009 festzulegen.

Dies bedeutet, dass alle nach diesem Datum geborenen Tiere mit einem elektronischen Kennzeichen versehen werden müssen. Diesem Kompromissvorschlag muss der Agrarrat in der kommenden Woche noch formal zustimmen.

Dass der Beginn der elektronischen Kennzeichnung, die von den Schafzuchtverbänden nur in der freiwilligen Form befürwortet wird, verschoben wird, war schon seit längerem klar. Nicht klar war jedoch die Auswirkung der Verschiebung dieses Datums auf die Pflicht zur Führung des Bestandsregisters Teil C gemäß Viehverkehrsverordnung. Nun stellt das Bundesministerium allerdings klar, dass § 37 der Viehverkehrsverordnung, der den Beginn der Pflicht zur Führung von Bestandsregister Teil C auf den 1.1.2008 festgelegt hat, entsprechend angepasst wird.

Dies bedeutet eine große Erleichterung für alle Schafhalter in den kommenden 2 Jahren. Nun müssen nur noch Teil A (allgemeine Betriebsangaben), Teil B (entspricht etwa dem bisherigen Bestandsregister) und Teil D (Überprüfungsvermerke der Behörde) geführt werden. Auf Teil B kann entgegen der bisherigen Regelung auch verzichtet werden, wenn ein lückenloser Nachweis der Zu- und Abgänge über Begleitpapiere erfolgt.

Teil C fordert von den Schafhaltern, dass jedes einzelne Tier des Schafbestandes einschließlich der Schlachtlämmer mit ihren Kennzeichen (Ohrmarken-Nummern) in diese Liste eingetragen und beim Verlassen des Bestandes wieder ausgetragen werden muss. Darüber hinaus sind noch weitere Angaben zu jedem Tier zu machen.

Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Doch immerhin: Erst einmal bedeutet dies einen Aufschub, und dieser Aufschub schafft wieder die Gelegenheit, gegen diese bürokratischen Auflagen auf allen Ebenen zu kämpfen.
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Neues Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Bundesautobahn A3 im Westen, der Bundesautobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wird das Umweltministerium noch in dieser Woche erstmals ein “Wolfsverdachtsgebiet“ für die Region “Oberbergisches Land" ausweisen.


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