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Ministerium reagiert auf Protestbrief des Schafzuchtverbandes NRW
2011-02-22 11:33:48
Aufgrund des Protestbriefes von Burkhard Schmücker wegen der Nichtberücksichtigung der Schafe im Rahmen des zukünftigen Förderprogrammes "Umwelt- und Tiergerechte Haltungsverfahren auf Stroh" hat Minister Remmel seine Beamten angewiesen zu prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, Schafe und Ziegen in dieses Förderprogramm mit einzubeziehen.

Aus diesem Grunde hat ein Gespräch mit Vertretern des Ministeriums, Vertretern des Schafzuchtverbandes und Vertretern der Landwirtschaftskammer stattgefunden, bei dem diese Frage intensiv erörtert worden ist.

Grund für die bisherige Nichtberücksichtigung von Schafen und Ziegen ist nach Auskunft der Ministerialbeamten das Problem, dass die EU im Rahmen der sog. ELER-Verordnung keine Förderung von Standardverfahren in der Tierhaltung zulässt. Aus diesem Grunde ist auch die Einbeziehung der Mutterkuhhaltung in diesen Förderbaustein, die ursprünglich nicht vorgesehen war, mit einem großen Fragezeichen im Hinblick auf die Genehmigung durch die EU-Kommission versehen. Sie wird nur dann zu realisieren sein, wenn die EU-Kommission akzeptiert, dass die strohlose Haltung ein Standardverfahren der Mutterkuhhaltung darstellt.

Da es aussichtslos erscheint, der EU-Kommission die strohlose Haltung von Schafen als Standardverfahren zu verkaufen, hat der Schafzuchtverband dem Ministerium vorgeschlagen, die Hütehaltung von Schafen ohne Stall als Standardverfahren zu definieren und davon abweichend die Aufstallung während einer sechswöchigen Phase der Lammzeit im Stall in er kalten Jahreszeit als besonders tierfreundliche Haltungsvariante zu fördern. Die Höhe der Förderprämie würde sich aus den höheren Kosten dieser Variante gegenüber der ganzjährigen Haltung im Freien ohne Aufstallung ergeben (Stallkosten, Kosten der Futterkonserven, Kosten für Stall- und Entmistungstechnik, Arbeitskosten).

Die Mitarbeiter des Ministeriums waren durchaus angetan von dieser Argumentation und haben zugesagt, ernsthaft eine solche Möglichkeit der Förderung zu prüfen. Die Landwirtschaftskammer wird Berechnungen anstellen, wie hoch die Höhe der Förderprämie je Großvieheinheit sein müsste, um die höheren Kosten der sechswöchigen Aufstallung während der Lammzeit auszugleichen.
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Neues Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Bundesautobahn A3 im Westen, der Bundesautobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wird das Umweltministerium noch in dieser Woche erstmals ein “Wolfsverdachtsgebiet“ für die Region “Oberbergisches Land" ausweisen.


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