News

Haus Düsse wird Standort für überregionale Auktionen
2009-02-16 12:23:03
Nachdem die Schafzuchtverbände Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens sich auf die wesentlichen Fragen zur Zulassung fremder Züchter zu ihren Auktionen geeinigt haben, werden die Jährlingsbockauktion am 7. Mai 2009 und die Auktion für Maedi-unverdächtige Schafe am 18./19. August 2009 für interessierte Züchter fremder Verbände geöffnet.

Anlässlich der NRW-Schaftage in Haus Düsse im August letzten Jahres war vor allem von dem neu gegründeten Verein Texelschafe Deutschland e.V. an die Schafzüchtervereinigung Nordrhein-Westfalen der Wunsch herangetragen worden, den Auktionsstandort Haus Düsse für eine zentrale Verkaufsveranstaltung für Zuchtschafe aus maedi-unverdächtigen Beständen zur Verfügung zu stellen, an der sich Züchter auch aus anderen Verbänden beteiligen können. Solche überregionalen Verkaufsveranstaltungen haben sich bereits bei anderen Rassen bewährt, wie z.B. die Auktion für Bentheimer Landschafe in Uelsen oder die Auktion für Coburger Fuchsschafe und Rhönschafe, die wechselweise in der hessischen und in der thüringischen Rhön veranstaltet wird.

Nach eingehender Diskussion innerhalb der Gremien der Schafzüchtervereinigung NRW und mit den nordrhein-westfälischen Züchtern war die Bereitschaft für die Durchführung eines solchen Projektes aus Nordrhein-Westfalen signalisiert worden. Die Vorsitzenden und Zuchtleiter der niedersächsischen und nordrhein-westfälischen Züchtervereinigungen haben nun eine Rahmenvereinbarung für die Durchführung von Auktionen mit Beteiligung von Züchtern anderer Verbände getroffen, in der die finanzielle Beteiligung und die Zulassungsbedingungen geregelt worden sind. Für Nordrhein-Westfalen wurde vereinbart, zunächst die Jährlingsbock-Auktion am 7. Mai 2009 (Rassen Schwarzkopf, Merinolandschaf und Suffolk) für alle Züchter der drei niedersächsischen Schafzuchtverbände und die Auktion für maedi-unverdächtige Schafe am 18./19. August 2009 (Rassen Milchschaf und Texel) für alle Züchter Deutschlands zu öffnen.

Kernpunkte dieser Vereinbarung sind:

• Die Sachkosten der Veranstaltungen werden auf die gemeldeten Zuchtschafe umgelegt. Die Höhe der Sachkosten werden je gemeldetem Bock bei der Jährlingsbockauktion am 7. Mai bei einem Auftrieb von 50 Böcke bei ca. 40 € liegen, bei einem geringeren Auftrieb steigt die Umlage, bei höherem Auftrieb sinkt sie entsprechend. Aufgrund der höheren Auftriebszahlen dürfte die Umlage bei der Auktion für Maedi-unverdächtige Schafe im August deutlich niedriger liegen.

• Die Provisionsgebühren fließen dem ausrichtenden Verband als Entschädigung für den personellen Aufwand zu, er rechnet direkt mit dem Züchter ab, unabhängig davon, welchem Verband der Züchter angehört. Bei der Züchterabrechnung werden die Zuschlagpreise ggf. zzgl. Mwst. mit der Verkäuferprovision und der Kostenpauschale verrechnet. Alle anderen Gebühren wie Meldegebühren, Körgebühren, Gebühren für Zuchtbescheinigungen u.ä. erhebt die zuständige Züchtervereinigung im Rahmen der Anmeldung zu den Veranstaltungen.

• Die Züchter der auswärtigen Verbände unterwerfen sich den Zulassungsbedingungen des ausrichtenden Verbandes. Dies betrifft bei den Auktionen in NRW vor allem die Anforderungen an die Leistungsprüfungen, Körung, Abstammungssicherung, Genotypen (Scrapie, SLS) und im Falle der Auktion im August die Erfüllung der NRW-Richtlinien zur Maedi-Sanierung.

Die entsprechenden Zulassungsbedingungen finden sich im Register Veranstaltungen unter "Jährlingsbockauktion in Haus Düsse" in Form eines Auktionsplans, der als pdf-Dokument heruntergeladen werden kann.

Diese Vereinbarung wird ab 2009 auch auf die Auktionen in Niedersachsen übertragen, an denen Züchter beteiligt sind, die nicht Mitglied des ausrichtenden Verbandes sind.

Die Schafzüchtervereinigung NRW legt wert darauf, dass nur Züchter aus Verbänden zu ihren Auktionen zugelassen werden können, die ihr Einverständnis dazu erklärt haben. Dementsprechend ist eine Anmeldung zu den genannten Auktionen nur über die Züchtervereinigung möglich, in welcher der Züchter Mitglied ist.
zurück zum Nachrichten-Überblick
Benutzer:

Passwort:

registrieren | Hilfe

Aktuelles:

Neues Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Bundesautobahn A3 im Westen, der Bundesautobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wird das Umweltministerium noch in dieser Woche erstmals ein “Wolfsverdachtsgebiet“ für die Region “Oberbergisches Land" ausweisen.


...mehr lesen