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Neues zur Blauzungenkrankheit
2008-11-20 11:12:17
Die Blauzungenkrankheit wird die Schafhalter Deutschlands wohl auch in den kommenden Jahren weiter unter Druck setzen. Während der Serotyp 8 (BTV 8)durch die Impfung zumindest in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008 erfolgreich bekämpft wurde, rücken nun zwei andere Serotypen ins Blickfeld: BTV 6 und BTV 1.

BTV 6 scheint durch den illegalen Einsatz eines Lebendimpfstoffes in die Niederlande und nach Niedersachsen eingeschleppt worden zu sein. Bislang ist noch nicht bekannt, ob dieser Virustyp bereits als vermehrungsfähiger Erreger zirkuliert oder sein Vorkommen ausschließlich auf Impfungen zurückzuführen ist. Davon dürfte das Gefährdungspotential dieses Serotyps abhängen. Fatal ist, dass derzeit noch kein Totimpfstoff für diesen Serotyp existiert. Wie lange die Entwicklung eines Impfstoffes dauert, ist nicht bekannt, die Entwicklung des BTV-8-Impfstoffes von der ersten Entdeckung des Sertotyps bis zur Auslieferung hat etwa 18 Monate gedauert.

BTV 1 nähert sich aus Südfrankreich. Lt. Risikoabschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) beträgt die Ausbreitungsgeschwindigkeit ca. 10 km/Woche, die kürzeste Entfernung zu einem Ausbruchsbetrieb in Frankreich betrug bis vor kurzem 450 km. Mittlerweile ist allerdings ein BTV 1-Fall in Belgien festgestellt worden, das aus Südwestfrankreich importierte Rind wurde nach einem Weiterverkauf in die Niederlande mittlerweile getötet. Das Risiko eine Eintrags von BTV 1 im Jahr 2009 wird vom FLI als hoch eingeschätzt, wenn in Frankreich nicht die Impfung gegen BTV 1 verpflichtend eingeführt wird.

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Neues Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Bundesautobahn A3 im Westen, der Bundesautobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wird das Umweltministerium noch in dieser Woche erstmals ein “Wolfsverdachtsgebiet“ für die Region “Oberbergisches Land" ausweisen.


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